Dass wir Menschen immer älter werden ist schön, denn schließlich wünscht sich jeder ein möglichst langes und glückliches Leben. Doch was tun, wenn im Alter die Gebrechlichkeit und damit auch die Hilfsbedürftigkeit naturgemäß zunimmt? Die Antwort darauf lautet oftmals Altersheim, da viele Angehörige keine Zeit oder keine Energie haben, sich um ihre betagten Eltern zu kümmern. Weil sich alte Menschen im Heim jedoch häufig einsam und fremdbestimmt fühlen, wird immer öfter nach Alternativen gesucht. Eine Möglichkeit für Senioren nicht in die Einsamkeitsfalle zu tappen ist die Alters-WG.

Älterwerden im Kreis von Freunden – Wunschdenken oder bereits Realität?

Bei einer Alters-WG handelt sich um den Zusammenschluss von Seniorinnen und Senioren zu einer Wohngemeinschaft. Oft kennen sich die Bewohner schon lange, sind seit Jahren befreundet oder zumindest gute Bekannte, manchmal wird jedoch auch per Inserat nach Mitbewohnern gesucht. Ein Teil der Alters-WGs ist komplett selbstständig organisiert, das heißt, die Senioren erledigen Einkäufe, Kochen und die Reinigung ihrer Wohnräume selbst. In anderen Fällen – und vor allem mit steigendem Alter der Bewohner – wird Hilfe von außen in Anspruch genommen, wie zum Beispiel Lebensmittellieferungen, Reinigungsservice und wenn nötig auch eine Pflegekraft. Die Vorteile der Alters-WG gegenüber einem Altersheim oder einer Betreuung in der eigenen Wohnung liegen eindeutig in der starken sozialen Eingebundenheit des alten Menschen in die Gemeinschaft und in der Kostenersparnis.

Gemeinsam in einen neuen Lebensabschnitt

Mitte der 80er Jahre kam dieser Trend erstmals auf und gerade in den letzten Jahren stand die Alters-WG immer wieder im Zentrum medialen Interesses. Ganz neu ist die Idee nicht – schließlich gab es früher sogenannte Stiftshäuser, die vor allem unverheirateten Frauen ohne Vermögen an ihrem Lebensabend ein Dach über dem Kopf boten. In Deutschland existieren mittlerweile rund 300 Wohngemeinschaften dieser Art. Studien zufolge stehen besonders Frauen dem Wohnen in einer Alters-WG offen gegenüber, doch auch immer mehr Männer können sich diese Lebensform vorstellen. Und selbst Paare ziehen in einigen Fällen die Geselligkeit einer Wohngemeinschaft dem trauten Leben zu zweit vor.

Wer sich also für gemeinschaftliches Wohnen im Alter interessiert, informiert sich am besten rechtzeitig. So steht einem Lebensabend in Gesellschaft von Gleichgesinnten nichts mehr im Wege!

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