Möchten Sie die Karriereleiter erklimmen oder Ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt erhöhen? Dann ist eine berufsbegleitende Weiterbildung der richtige Weg. Doch diese sollte gut geplant sein.

Weiterbildung und Fortbildung – Der Unterschied

Weiterbildung und Fortbildung werden häufig synonym verwendet, tatsächlich verbergen sich hinter den beiden Begriffen aber zwei unterschiedliche Bedeutungen.

So wird eine Fortbildung zumeist mit einer Prüfung abgeschlossen und dem Erhalt oder der Erweiterung, der Anpassung an eine neue Position im Betrieb oder dem Aufstieg, beispielsweise vom Gesellen zum Meister, dienen. Aus diesem Grund können Fortbildungen mehrere Tage oder auch Monate dauern.

Eine einzelne oder berufsbegleitende Weiterbildung wird hingegen nur selten von einer Prüfung abgeschlossen, kann autodidaktisch, online oder in Klassenzimmern erfolgen und nimmt zumeist weniger Zeit in Anspruch, als eine Fortbildung.

Weiterbildung neben dem Beruf – Für wen ist sie geeignet?

Eine berufsbegleitende Weiterbildung eignet sich für nahezu jeden Berufszweig, ob Sie als Handwerker eine neue Technik meistern oder als Verkäufer Ihren Erfolg erhöhen möchten, eine Weiterbildung oder Fortbildung kann Ihnen dabei helfen. Entscheiden und bemühen Sie sich um eine Weiterbildung, signalisieren Sie damit auch Motivation und den Willen, unter Umständen, Freizeit für die Steigerung Ihrer Kompetenzen zu opfern.

Dennoch sollten Sie vor dem Gespräch mit Vorgesetzten genau darüber nachdenken, welche Vorteile die gewünschte Weiterbildung Ihrer Firma bringt. Können Sie dadurch großflächiger eingesetzt werden, werden Sie effizienter arbeiten oder dem Betrieb langfristig Geld sparen? Je mehr gute und fundierte Gründe Sie Ihrem Chef auflisten können, umso schneller wird dieser die berufsbegleitende Weiterbildung auch genehmigen und vielleicht sogar vollständig finanzieren.

Dient die Weiterbildung hingegen der Steigerung Ihrer Chancen auf dem Arbeitsmarkt, vielleicht weil z.B. alle Elektrotechniker-Stellenangebote in der Zeitung eine entsprechende Qualifizierung fordern oder es keine Aufstiegsmöglichkeiten in Ihrem jetzigen Betrieb gibt, sollten Sie mit der Ankündigung vorsichtig sein.

Weiterbildung finanzieren – Die Möglichkeiten

Um als Arbeitnehmer eine berufsbegleitende Weiterbildung zu finanzieren, stehen Ihnen mehrere Möglichkeiten zur Verfügung. Staatliche Förderungen, in Form von Weiterbildungsschecks, Bildungsprämien und Bildungsgutscheine, können bereits einen Großteil der Weiterbildung abdecken. Möglich sind aber auch Zuschüsse, Stipendien oder Begabtenförderung, sowie Meister-BAföG.

Haben Sie bisher nur geringe Qualifikationen, kann auch die Bundesagentur für Arbeit die Weiterbildung finanzieren. Informationen über die Voraussetzungen und notwendigen Schritte können Sie meist direkt bei dem Anbieter der Weiterbildung erhalten. Weitere Informationen finden Sie unter www.arbeitsagentur.de.

Erfüllen Sie die mit einer Förderung durch die Arbeitsagentur verbundenen Anforderungen nicht, die Weiterbildung kommt Ihrem Betrieb aber zugute? Dann suchen Sie das Gespräch mit Ihren Arbeitgebern. Nicht selten sind diese bereits, die Kosten zumindest zu teilen oder sogar vollständig zu übernehmen. Denn eine gute Qualifikation nützt nicht nur Ihnen.

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